Direktvermarktung,  Kampagnen

Eine Wanderschäferei startet mit Crowdfunding in die Direktvermarktung der eigenen Schafwolle

“Wenn das Crowdfunding gestartet ist, mache ich auch noch einen kleinen Artikel auf meinem Blog”, habe ich Sven heute früh geschrieben. Und jetzt hat das Crowdfunding sieben Stunden nach dem Start schon über 70% der ersten Fundingsumme erreicht! Wahnsinn. Ein toller Start in die Direktvermarktung der Wolle, die Sven de Vries und Max Frankenhauser mit Hilfe der Crowd jetzt in die eigene Hand nehmen wollen.

Durch Selbstvermarktung den Betrieb erhalten

Sven und Max sind Wanderschäfer. Sie sind 365 Tage im Jahr mit ihrer Herde unterwegs, als eine der letzten Wanderschäfereien Deutschlands. Sie – oder eher gesagt ihre Schafe – leisten einen unschätzbaren Wert für die Erhaltung der Artenvielfalt, indem sie artenreiche Flächen vor Verbuschung bewahren. Bei ihren Streifzügen tragen die Schafe in ihrem Fell Samen mit, was für die Biotopvernetzung sehr wichtig ist – eine Information, die mir ohne Svens tolle Öffentlichkeitsarbeit wahrscheinlich für immer verborgen geblieben wäre. Leider ist eine Wanderschäferei nicht besonders lukrativ, denn für die Arbeit, die sie leisten, werden sie nicht nach dem tatsächlichen Aufwand bezahlt. Deshalb setzen die beiden auf Selbstvermarktung – und nach dem Fleisch ihrer Altschafe haben sie sich jetzt die Schafwolle vorgenommen. Mit Hilfe der Crowd soll es schon bald Decken und Strickwolle von Paula und Konsorten geben – und wie es aussieht, sind die beiden da auf einem guten Weg!

Die Crowd darf die Farben der Strickwolle mitbestimmen

Eins der Produkte, die du dir im Crowdfunding sichern kannst, ist Strickwolle. Sven und Max beteiligen ihre Crowd von Anfang an bei der Auswahl der Farben, indem sie kleine Umfragen eingerichtet haben. Die Farbpalette haben sie mit einer Farbdesignerin erarbeitet, die Farben orientieren sich an denen, die auch in der Natur vorkommen, durch die sich die Herde bewegt. Die Bestellung der Wolle erfolgt nach dem Crowdfunding über einen Webshop, d.h. alle Unterstützer*innen bekommen einen Code, um diesen dort einzulösen. Eine smarte Idee, denn einen Pledge-Manager, der bei Startnext funktioniert, konnten wir im Vorfeld der Kampagne nicht finden.

Schau dir auf jeden Fall das Video der Kampagne an – es ist wirklich spannend zu erfahren, wie eine Wanderschäferei funktioniert, und was wir alle tun können, um diese Form der Landwirtschaft zu erhalten!

Foto: Der Kampagne entnommen

Transparenzhinweis: Ich erscheine mit im Team der Kampagne, weil ich die beiden mit ein paar Tipps versorgt habe.

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